30.06.2019

Das Stromnetz in Deutschland geriet im Juni 2019 an mehreren Tagen in eine kritische Situation.
Ein Blackout ließ sich nur verhindern, weil die Nachbarn Deutschlands mit Stromlieferung aushalfen.
Neben Lieferungen aus dem Ausland sei zusätzlicher Strom an der Börse ersteigert worden.
Auch auf Angebote von Unternehmen, ihren Stromverbrauch gegen Bezahlung abzuschalten, habe man zurückgegriffen.

Beteiligte betonen: Selbstverständlich ist die Energiewende nicht Schuld an der Entwicklung.
Die Netzstabilisierung wurde mit der Energiewende nur etwas komplizierter.

Quelle u. a.:stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stromnetz-in-deutschland-zeitweise-zu-wenig-strom-nachbarn-mussten-helfen.6eb4dd21-1449-40fc-ac51-ad69f2b1e4b3.html

Die Kosten für diese Notmaßnahmen landen über die Netzentgelte natürlich bei den Stromkunden!

Dabei ist jetzt bereits der Strom in Deutschland extrem teuer.
Nur die Dänen zahlen im EU-Vergleich mehr.
Wichtigster Grund für die teure deutsche Energie sind die extremen staatlich geforderten Abgaben. Sie lagen 2017 bei 55 %. Tendenz stark steigend.

Quelle:ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&init=1&plugin=1&language=de&pcode=ten00117

Die Energiewende – spätestens ab 2011 – hat die Strompreise richtig teuer gemacht. Für die Bundesbürger.

Bildquelle:vergleich.de/fileadmin/medien/strom/strompreise/strompreisentwicklung.jpg

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) ist ein Lobby- und Interessenverband deutscher Unternehmen und Verbände und er sagt dazu:
„… sind fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas teurer geworden. Es gibt deutliche Preissteigerungen beim Emissionsrechtehandel. Der Preis für CO2-Zertifikate habe sich in den vergangenen 12 Monaten mehr als verdreifacht.“

In einem Jahr verdreifacht, das ist ein lukratives Geschäft! Aber nicht für die Bundesbürger.

Ein Zuckerl zum Schluss:
Kerstin Andreae von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird August 2019 neue Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Lobbyistenvereins BDEW. Ob das gut ist für die Bundesbürger?
Zumindes ist es gut für Kerstin Andreae von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Ein einfacher Geschäftsführer erhält beim BDEW bereits zwischen 66.000 – 111.000 pro Jahr.
Quelle:glassdoor.de/Gehalt/BDEW-Geh%C3%A4lter-E714510.htm
Für die künftige Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung sind das natürlich Peanuts.


Ein kleiner Rückblick

7. Dezember 1990 beschloss die Bundesregierung (Schwarz-gelbe Koalition aus CDU/CSU und FDP unter Helmut Josef Michael Kohl) das Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz – kurz Stromeinspeisungsgesetz – als weltweit erstes Ökostrom-Einspeisegesetz. Am deutschen Wesen …

Im Jahr 2000 wurde zwischen der Bundesregierung ((Rot-grüne Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen unter Gerhard Fritz Kurt Schröder) und den Energieversorgungsunternehmen eine stufenweise Stilllegung der Kernkraftwerke in Deutschland beschlossen. Zugleich trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft und hat sich seitdem zum größten Strompreisbestandteil noch vor der Mehrwertsteuer entwickelt. Die EEG-Umlage betrug 2000 0,20€ und 2019 6,40€
Es gibt noch andere Einnahmen-Stellschrauben des Staates. So schuf die Bundesregierung (Schwarz-gelbe Koalition aus CDU/CSU und FDP unter Angela Dorothea Merkel) 2012 die „§19 StromNEV-Umlage“ und 2013 die „Offshore-Umlage“. In anderer Verbindung schuf die Bundesregierung 2014 (Schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD unter Angela Dorothea Merkel) die „Umlage für abschaltbare Lasten“.
Aber am einträglichsten ist und bleibt die EEG-Umlage.

Was bedeutet das für den Stromkunden?
Die Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich seit 2000 verdreifacht [von 5,19 auf 16 Cent]. Insgesamt machen die staatlichen Belastungen heute mehr als die Hälfte des Strompreises aus [52,5%]. Auf Netzentgelte entfallen fast 24,3% und die verbleibenden 23,2% bekommt der Stromanbieter für die Stromerzeugung.

Quelle:strom-report.de/strompreise/strompreisentwicklung/

Am 11.03.2011 rasen als Folge eines Bebens vor der japanischen Ostküste bis zu 40 Meter hohe Wellen auf die Küste zu und löschten ganze Städte aus. Mehr als 18.000 Menschen starben.
Tsunamiwellen mit einer Höhe von ungefähr 13 bis 15 Metern erreichen das Kernkraftwerk. Da Fukushima I nicht an das Tsunami-Warnsystem angeschlossen war, erhielt das Bedienpersonal keine rechtzeitige Warnung und konnte nicht reagieren. So kam es zur Kernschmelze.
Drei Monate später beschloss die Bundesregierung (Schwarz-gelbe Koalition aus CDU/CSU und FDP unter Angela Dorothea Merkel) den deutschen totalen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022.
Deutsche Atomkraftwerke wurden so massiv und eng gebaut, dass sie Flutwellen, Flugzeugabstürze und Terrorangriffen standhalten. Sie werden nun rückgebaut. Aber Zwischenlager sind weder gegen Terrorangriffe, Flugzeugabstürze oder gegen Sturmfluten hinreichend gesichert sei. Und durch den Rückbau wird die Strahlenbelastung für die Bürger rapide zunehmen.
Das ist Deutschland.

In Europa stehen über 130 Reaktoren.
Einige Nachbarländer haben einige Kernkraftwerke abgeschaltet oder rückgebaut. Doch vom Atomausstieg ist im restlichen Europa nicht die Rede.
Stattdessen sind weitere, moderne Kraftwerke geplant. Mehr als zehn befinden sich derzeit in der Planungs- und Bauphase.
Gibt es dort weniger Tsunamis als in Deutschland?
;-))
Theoretisch wollten die Franzosen Ende 2018 in Flamanville einen neuen Druckwasserreaktor in Betrieb nehmen. Nachden die Atomsicherheitsbehörde ASN die Reparatur mehrerer Schweißnähte (!) angeordnet hatte verzögern sich die Bauarbeiten wohl bis Ende 2022, wenn in Deutschland das letzte Kraftwerk abgeschaltet wird.

Quellen:financescout24.de/wissen/ratgeber/atomausstieg
Quelle:quarks.de/technik/energie/so-viele-kernkraftwerke-gibt-es-in-europa/