Besucher ab 1.11.2020: 32

Das EU-Parlament hat am 23.10.18 für Maßnahmen gestimmt, um zu erreichen das Europäer mehr Leitungswasser aus dem Kran statt Wasser aus Plastikflaschen trinken. Mehr als 90% der Deutschen trinken einer Studie des Instituts IESK zufolge Leitungswasser. Bei anderen Europäern gibt es scheinbar nicht so viel Vertrauen in das Leitungswasser.

Der EU-Entwurf verschärft die Höchstwerte für bestimmte Schadstoffe wie Blei und für schädliche Bakterien.
Oha!
Bisher gibt es also immer noch Blei und schädliche Bakterien im Trinkwasser. Und offensichtlich waren die Höchstwerte zu gering, denn diese sollen wegen der Gesundheit reduziert werden.

Anmerkung zu Blei:
Wasserrohre aus Blei werden immer seltener. Aber auch andere Materialien (z.B. Messingarmaturen oder verzinkte Eisenrohre) können Blei an das Trinkwasser abgeben. Daher sollte Wasser, das länger als vier Stunden in einer Leitung „stand“ nicht für Speisenzubereitung oder Getränke verwendet werden.
Für Blei gilt seit dem 1. Dezember 2013 der von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlene EU-Grenzwert von 0,010 mg/l (entspricht 10 µg/l).
Diese ist aber offensichtlich immer noch zu hoch, denn er soll um 50 % verringert werden.

Auch soll künftig der Gehalt an hormonwirksamen Stoffen (endokrine Disruptoren) und Mikroplastik geprüft werden, für den sich bisher wohl niemand interessiert hat.

Der VKU (Verbandes kommunaler Unternehmen) hat schon mal Bedenken angemeldet, falls neuerdings auch für Stoffe mit hormonverändernder Wirkung Grenzwerte eingeführt werden sollen. Diese gibt es bislang ebenso wenig wie Höchstwerte für Mikroplastik.

Anmerkung: Hormonell wirksame Substanzen finden sich gerne in Kosmetika und sollten nicht getrunken werden.
Weitere Infos:utopia.de/ratgeber/die-schlimmsten-inhaltsstoffe-in-kosmetik/