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D a s E n d e

Was ist die größte Gefahr für die Menschheit? Starphysiker Stephen Hawking glaubt: Sie selbst.

Eindringlich warnte der 74-jährige Brite seine Mitmenschen vor einem selbst verschuldeten Untergang.

Hawking in einer BBC-Vortragsreihe: ein Atomkrieg, die Erderwärmung, durch Gentechnik erzeugte Viren und Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie gehörten zu den existenziellen Gefahren.
Aufgrund der Zerstörung von Lebensraum, Antibiotika-Resistenzen, zunehmenden Waffen-Einsatzes und den Folgen der Überbevölkerung seien die Tage auf der Erde gezählt.
Auch die KI gehört dazu: Vom Menschen geschaffene Maschinen könnten eines Tages klüger werden als ihre Schöpfer – und damit eine Gefahr für den Fortbestand der Menschheit darstellen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Astrophysiker mahnt – und zugleich einen Ausweg aufzeigt.
Das Risiko einer Katastrophe auf der Erde in einem bestimmten Jahr sei zwar gering, aber für die nächsten 1000 oder 10 000 Jahre „beinahe Gewissheit“, sagt Hawking.
Seine Botschaft: „Bis dahin sollten wir uns ins All ausgebreitet haben und zu anderen Sternen, so dass ein Desaster auf der Erde nicht das Ende der Menschheit bedeuten würde.“


Seit 5 Milliarden Jahren verbrennt die Sonne Wasserstoff.
Seitdem steigt die Temperatur in ihrem Innern und seitdem erhöht sie ihre Leuchtkraft um rund 10 Prozent pro einer Milliarde Jahre.
Sie strahlt heute rund 40 % mehr Energie ab, als zu Beginn ihrer Entwicklung. Und dieser Prozess endet nicht: Die Sonne wird zunehmend heißer und die Temperaturen auf der Erde werden zunehmend steigen.

In rund 5 Milliarden Jahren wird der Wasserstoffvorrat der Sonne verbraucht. Sie beginnt mit der Heliumfusion und wächst zu einem roten Riesenstern.
Dabei wird sie die Erde in Schutt und Asche legen, aber dann gibt es die Menschheit schon lange nicht mehr.

In der Erdgeschichte wechselten sich bislang Eiszeiten und Warmzeiten ab. Die Gründe für den immer wieder auftretenden globalen Klimawandel sind komplex.

Ohne die wärmespeichernde Funktion der Atmosphäre wäre es hier viel kälter, die Durchschnittstemperatur läge bei gerade einmal -19° Celsius. Unser Planet wäre dauerhaft vereist, Leben hätte sich unter solchen Bedingungen nur schwer entwickeln können.

Heute haben wir eine weltweite durchschnittliche Temperatur von +14° Celsius. In der Frühphase der Erde lag dieser Wert sogar noch höher, weil die Atmosphäre viel mehr Methan enthielt, was ein noch stärkeres Treibhausgas ist als das berühmte Kohlendioxid. Heute sorgt ein natürlicher Regelmechanismus dafür, dass die Temperaturen relativ konstant bleiben. Das ist:

Der globale Karbonat-Silikat-Kreislauf

Nun haben wir wieder annähernd die gleichen Bedingungen wie zu Beginn des Temperaturanstieges.
Der Kreislauf beginnt von Neuem (natürlich in Zeiträumen von etlichen Jahrtausenden gesehen).

Quelle:astrokramkiste.de/erde-zukunft

Die Temperaturen steigen unaufhörlich

In ca. 500.000 Jahren wird die Sonnenstrahlung, die die Erde trifft, so hoch sein, dass der oben beschriebene Kreislauf von Erwärmung und Abkühlung zusammenbricht und nicht mehr funktioniert.

Die Hitze lässt verstärkt Wasser verdunsten, und diese Feuchtigkeit der Luft beschleunigt den Verwitterungsprozess.
Das atmosphärische CO2 wird nun in großem Maßstab gelöst (der Wasserdampf ersetzt nun die Treibhauswirkung des schwindenden CO2, sodass es diesmal nicht kühler wird).

Sinkt der Kohlendioxidanteil der Luft unter den Grenzwert von 150 ppm (parts per million, zu deutsch Teile pro Million), sind Pflanzen nicht mehr in der Lage, die Fotosythese durchzuführen, sie verkümmern.

An den Pflanzen aber hängt eine lange Nahrungskette. Fallen sie weg, verhungern als nächstes pflanzenfressende Lebewesen und in weiterer Folge dann auch alle anderen höher entwickelten Lebewesen einschließlich des Menschen.
Die auf lange Frist stetig ansteigenden Temperaturen und der zu erwartende CO2-Mangel in der Atmosphäre werden also dazu führen, dass das Leben immer schwierigere Bedingungen vorfindet und verkraften muss.


SMITH-CLOUD

Eine der großen Gaswolken in den Außenbereichen unserer Galaxis ist die Smith-Cloud, etwa 11.000 Lichtjahre lang, 2.500 Lichtjahre breit und 8.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Sie bewegt sich mit rund 240 Kilometern pro Sekunde auf die Milchstraße zu und wird in cirka 30 Millionen Jahren mit den Außenbezirken kollidieren.

Durch diesen Zusammenstoß wird eine Welle von neuen Sternen entstehen. Astronomen schätzen die Sternbildung auf rund 2 Millionen neuer Sterne.

Quelle.scinexx.de/wissen-aktuell-19791-2016-02-01.html


HABITABLE ZONE

Auch um unsere Sonne gibt es die habitable (lebensfreundliche) Zone.
Aber diese Zone ist nicht statisch, sondern abhängig von der Sonnenenergie.
Umso stärker die Sonnenenergie, umso weiter verschiebt sich die habitable Zone vom Zentralgestirn weg.

Die Erde begann in der Nähe des äußeren Randes dieser Zone. Aktuelle Berechnungen zeigen, dass sich die Erde heute bereits am inneren Rand der lebensfreundlichen Zone und damit nahe an der Überhitzung befindet.

Bereits in rund 500 Millionen Jahren ist die Sonnenleuchtkraft so hell, dass die Ozeane beginnen zu kochen und die Erde wird ein Backofen.

Dann ist es den höheren, vielzelligen Organismen wie Menschen, Pflanzen und Tieren und Pilzen nicht mehr möglich, ihre Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten.

Textquellen: Spektrum der Wissenschaft“, Juli 2015, S.42 ff.
Und:astrokramkiste.de/erde-zukunft

In etwas über 1 Milliarde Jahren scheint die Sonne rund 15 % heller als heute. Dann werden die letzten Mikroorganismen sterben.
Die Temperaturen auf der Erde liegen dann bei 60 bis 70 Grad Celsius mit steigender Tendenz.
In der Atmosphäre wird die immer intensivere UV-Strahlung der Sonne die Moleküle des Wasserdampfes in Wasserstoff- und Sauerstoffatome zerschlagen und in aggressive Hydroxylradikale.
Der Wasserstoff entweicht ins All. Der schwerere Sauerstoff bleibt zurück. Das Eisen im Gestein wird den Sauerstoff aufnehmen und zu rosten beginnen. Der einst blaue Planet wird rot, vergleichbar wie beim Mars.
Wenn die Temperaturen auf etwa 1000 Grad Celsius gestiegen sind, beginnt das Gestein zu schmelzen. Mineralien lösen sich auf, und wenn es noch eine Atmosphäre gibt, werden Wolken aus Schwefelsäure dominieren.


Fotomontage eines möglichen irdischen Nachthimmels während der Kollision

In etwa 3 Milliarden Jahren ist Andromeda da.

Die Milchstraße hat ca. 100 bis 300 Milliarden Sterne, mit einer Masse von etwa 400 Milliarden Sonnenmassen. Die Andromeda-Galaxie (M31) hat eine Masse von 800 Milliarden Sonnenmassen und umfasst eine Billion Sterne.
Zur Zeit befindet sich die Andromeda-Galaxie in einer Entfernung von 2,5 Millionen Lichtjahren, aber sie rast mit der Relativgeschwindigkeit von rund – 100 km/sauf uns zu.
Die Milchstraße wird bei der Kollision mit der Andromeda-Galaxie völlig umgekrempelt.
Es wird ungefähr in 3 Milliarden Jahren beginnen und in 6 Milliarden Jahren abgeschlossen sein.
Das Ergebnis könnte eine elliptische Galaxie sein. In der wird unser Sonnensystem voraussichtlich weiter bestehen, sich aber an einem völlig anderen Platz in der verschmolzenen Galaxie befinden.


Roter Riese / Weißer Zwerg

In etwa fünf Milliarden Jahren wird sich die Sonne für rund 500 Millionen Jahre verändern.
Die Wasserstoff-Fusion im Kern wird beendet und es beginnt das Wasserstoff-Schalenbrennen nahe der Sternoberfläche. Dadurch bläht sich die Sonne auf.
Während der Durchmesser der Sonne immer mehr zunimmt, bleibt ihre Leuchtkraft nahezu konstant. Dadurch erscheint sie röter.
Nun setzen weitere Fusionen (Helium – Kohlenstoff – Sauerstoff) ein. Durch Heliumblitze wird ungeheuer viel Energie erzeugt und die Leuchtkraft – die ohnehin seit Jahrmilliarden immer größer wurde – steigt extrem an.
Auf der Erde verdampfen die Magma-Ozeane.
Die Sonne verschlingt Merkur und dann die Venus. Und letztlich verglüht die Erde, auf der schon lange kein Leben mehr existiert.

Hat die Sonne ihre letzten Reserven verbraucht, endet sie als schwach leuchtender Weißer Zwerg. Es wird voraussichtlich viele Milliarden Jahre dauern bis die vorhandene Restwärme angestrahlt ist. Nach jetzigem Kenntnisstand dauert das sehr lange, denn seit Bestehen der Milchstrasse (ca. 13 Milliarden Jahre) ist noch kein einziger Weißer Zwerg unter 4000 K abgekühlt.
Danach bleibt ein schwarzer Klumpen, der Schwarzer Zwerg genannt wird.